Tausende Eindrücke prasseln täglich auf uns ein, doch was ist wirklich wesentlich? Wir pressen dieses turbulente Leben und seine Facetten in fünf mundgerechte Häppchen und schaffen für euch damit die ultimative Liste: High Five.

Nichts sagt über zwischenmenschliche Beziehungen soviel aus, wie der Handshake zur Begrüßung. Findet man einen gemeinsamen Flow, ist es wie Magie. Setzt man die Nummer in den Sand, macht man sich zum Horst. Die folgenden fünf Grundfiguren sollte allerdings jeder auf dem Schirm haben.

1. Der Handschlag plus Ghettofaust

Klassische Begrüßung, an sich kein Hexenwerk: Seitlich durchgeschwungene Low Five mit anschließender Faust, diese aber bitte vertikal im Gegensatz zur einfachen, horizontal ausgeführten Standard-Ghettofaust. Das Geheimnis liegt in der Souveränität der Performance. Insgesamt lieber etwas Gas rausnehmen und nicht zuschlagen wie so ein wildgewordener Holzfäller. Grundsätzlich gilt immer, das Gegenüber im Vorfeld gut zu beobachten und zu versuchen, seine Welle zu erwischen.

2. Die High Five

Spätestens seit Barney Stinson wieder erlaubt, in den letzten Jahren allerdings inflationär benutzt. Zuweilen sogar bis an die Grenze der Nervigkeit. Wir alle haben diesen einen Freund, der wegen jedem Käse die Flosse will. Also lieber sparsam einsetzen. Eine Regel ist aber in Beton gegossen: Wenn einer die Hand hebt, egal ob zum ersten oder zehntausendsten Mal: NIE hängen lassen, das ist unmenschlich. Denn nichts auf dieser Erde ist unangenehmer als ein klassischer Handshake Fail.

3. Der individuelle Insider

Die Königsdisziplin, das Nonplusultra. Schon früher auf dem Schulhof trennte sich hier die Spreu vom Weizen. Von der 5 Minuten-Performance bis zum kurzen, knackigen Move. Alles ist erlaubt, so lang es lässig ist. Unvergessen das Zusammenspiel von Will Smith und Jazzy Jeff beim Prince von Bel Air: Klack-Pschschschsch. Stephen Garnett, Coach des Whitman Collage Basketball Teams, schießt den Vogel aber endgültig ab. 11 Spieler, 11 Insider. Hut ab.

4. Der Fußballer-vom-Land

Ebenfalls ein echter Klassiker. Einfach mit einer recht kräftigen Bewegung die Handflächen der rechten Hand ineinander ballern. Die Endposition gleicht in etwa der beim Armdrücken. Leicht würzen lässt sich dieser – im urbanen Raum allerdings verpönte – Handschlag mit leichtem Nachschütteln und grobschlächtigen Sägebewegungen. Mit entscheidend ist hier auch der Sound. Je hohler die Hand, desto lauter machts Flop. Sorgt in jedem Fall für Lacher und den ein oder anderen Schulterklopfer.

5. Die Rapper Umarmung

Beginnt ähnlich wie der Fußballer-vom-Land, doch mehr haben die beiden nicht miteinander gemeinsam. Zunächst werden also die Handflächen ineinander bewegt. Achtung: Bewegt und nicht geballert. Das Finish bildet eine Umarmung mit dem linken Arm. Deren Intensität ist höchst individuell. Der Abstand zueinander, die eingesetzte Kraft und die Länge des Verharrens in der Endposition hängen davon ab, ob man sich gerade zum ersten Mal trifft oder schon zusammen im Knast saß.