Tausend Eindrücke prasseln täglich auf uns ein. Doch was ist wirklich wesentlich? Wir pressen dieses turbulente Leben und seine Facetten in fünf mundgerechte Häppchen und schaffen für euch damit die ultimative Liste: High Five.

Du hast es wieder einmal geschafft und den Wochenendtrip bis zum Äußersten ausgereizt. Jeder normale Mensch hätte am Sonntagmorgen gemütlich gefrühstückt und wäre dann direkt ab auf die Autobahn. So wie du es dir vorher ja eigentlich auch selbst in die Hand versprochen hattest. Pustekuchen. Jetzt dämmert es nicht nur dir, sondern auch draußen. Du hast in den letzten drei Tagen insgesamt maximal zweieinhalb Stunden geschlafen und noch knackige 800 Kilometer Autobahn vor der Flinte. Glückwunsch. Und nu? Diese fünf Wachmacher-Tipps sollten dir im Kampf gegen den Sekundenschlaf helfen.

Power Nap

Ein probates Mittel ist es, erst einmal loszufahren und Strecke zu machen, solange einen die Augenlider tragen. Nach einer Stunde wird es erfahrungsgemäß happig. Also ab auf den Rastplatz und pennen. Der Power Nap sollte allerdings gelernt sein. Wenn du es übertreibst und den Zeitpunkt verpasst, weiterzufahren, kommst du garantiert gar nicht mehr hoch. Dann kannst du dich schon jetzt auf ne Nacht unter Brummifahrern einstellen und mit dem Montagmorgen-Berufsverkehr planen.

Trinken

Kaffee hattest du heute schon vier Stück. Fraglich, ob der fünfte tatsächlich die Misere beendet. Klar, ein Tantrum wäre jetzt nicht schlecht. Hättest du mal besser nicht den gesamten Vorrat übers Wochenende vernichtet. Auf nen 0815 Energydrink von der Tanke hast du auch keinen Bock. Das ist noch mehr 90er als zwei Handys am Gürtel. Das Einzige, was jetzt wirklich hilft, ist Wasser. Und zwar literweise. Sei ehrlich: Bist du schon mal eingeschlafen, als du pinkeln musstest wie ein Verrückter? Wohl kaum. Auch wenn dein Urologe mit Sicherheit eine andere Meinung vertritt, Wasser marsch!

Sich Schmerzen zufügen

Hilft alles nicht? Ok, dann kommen wir nun zu den drastischeren Wachmacher-Maßnahmen. Es gibt Leute, die meinen, es hält ungemein wach, sich in unregelmäßigen Abständen mit einer gewissen Intensität auf das Fingernagelbett zu beißen. Hört sich fies an, ist es auch. Aber so lange es hilft. Andere setzen ebenfalls auf Schmerz als Wachmacher und bevorzugen die gute alte Selbstohrfeige. In geschicktem Maß eingesetzt, kann sie in Extremsituationen helfen, die Müdigkeitsattacken zu bekämpfen.

Telefonieren

Ruf jemanden an, aber nicht irgendjemanden. Und schon gar nicht jemanden, der dich mit seinem langweiligen Geschwafel noch weiter einschläfert. Das wäre endgültig der Pakt mit dem Rastplatz. Am besten eine Person, der du jetzt stundenlang von deinem Wochenendtrip erzählen kannst. Die sich idealerweise nicht vom ständigen Klatschen der Ohrfeigen und deinen seltsamen, dem Harndrang geschuldeten Gedankensprüngen irritieren lässt.

Kopf aus dem Fenster

Der letzte Strohhalm, die Ultima Ratio. Wenn auch der letzte Kumpel aufgelegt hat, weil ihn deine wirren Wochenendgeschichten einfach null interessieren, hilft wohl nur noch eins: Fenster runterkurbeln und raus mit der Rübe. Das Problem: Du wirst die Geschwindigkeit deutlich reduzieren müssen. Mit 160 Sachen wird das nix. Es kostet also nochmal wertvolle Zeit. Und regnen sollte es natürlich auch nicht, wird es aber bei deinem Glück. So oder so – du wirst zu Hause ankommen und auf die Toilette stürzen. Beim Blick in den Spiegel, in dein vollkommen zerfurchtes „Gesicht“ mit den zwei roten Murmeln, wo früher einmal Augen waren, wirst du dir hoch und heilig versprechen: Beim nächsten Mal fahre ich direkt nach dem Frühstück. Auf jeden Fall.