Was soll ich tun, was soll ich machen? YEY or NAY ist die ultimative Entscheidungshilfe. Wir beschäftigen uns für dich mit den wichtigsten Fragen des Lebens und helfen dir, das Richtige zu tun. Heute zum Thema: Als Mann in Shorts feiern gehen?

Mit dem blanken, blassen, behaarten Männerbein in den Club? Hier scheiden sich die Geister. Bist du Freiheitskämpfer oder Style-Polizei?

YEY: Es ist Hochsommer. Selbst mitten in der Nacht ist es noch so heiß, dass jeder Millimeter Stoff an deinem Körper einer unmenschlichen Einschränkung deines Freiheitsgefühls gleichkommt. So viele Leute gehen in Shorts feiern, wieso kann ich das nicht einfach auch? Du musst nicht immer dieses Fashion Victim sein. Es handelt sich hierbei eindeutig um eine Ausnahmesituation.

NAY: Du denkst da wirklich ernsthaft drüber nach? Das ist so ziemlich das größte No Go überhaupt. Zeig einfach etwas mehr Knöchel. Das kommt beinahe aufs Gleiche raus und deine strahlend weißen Sneaker kommen noch besser zur Geltung.

YEY: Noch mehr Knöchel geht nicht. Irgendwo fängt dann auch das Knie an. Das einzige, was bei Frauen noch schlechter ankommt, als abends von Typen in Shorts angesprochen zu werden, ist, von verschwitzten Typen angequatscht zu werden, denen die Suppe nur so die Knöchel runterläuft.

NAY: Wir wissen beide, dass du den Leg Day ein paar Mal zu oft geskipped hast, als dass das ein annährend akzeptables Bild abgeben würde. Nicht einmal deine beängstigend ausgeprägte Beinbehaarung bringt in diese schlaffen Waden irgendein Volumen rein.

YEY: Wenn mich eine Frau aufgrund meiner Shorts ablehnt, dann ist mir das Schnuppe. Ach diese Gesellschaft, die nur Wert aufs Äußere legt, ist doch eh vollkommen kaputt. Wieso kann man nicht öfter mal etwas Bequemes zum Ausgehen anziehen und die Haare so lassen, wie sie fallen?

NAY: Jetzt hörst du dich schon wie irgendein Dinkelbrot-Hippie an, der in der eigenen WG auch gern grundsätzlich nackt rumläuft, um die grenzenlose Freiheit zu genießen. Es ist die Überschreitung einer unsichtbaren Grenze. Wenn diese fällt, denkst du auch irgendwann nicht mehr darüber nach, in Flipflops auszugehen. Willst du das wirklich?

YEY: Und wenn schon. Das zeigt doch nur, dass du dich nicht irgendeinem Mode-Diktat unterordnest, sondern ein Freigeist bist. Gegen den Strom schwimmen. Ein Rebell in Shorts. So etwas kann durchaus anziehend wirken, hab ich gehört.

NAY: Weißt du, wer das bestimmt genauso sieht? Die Türsteher. Nicht. Aber du brauchst ja gar nicht diese mainstreamigen Clubs – du feierst ja eh viel lieber in deiner Kommune.

So Freundchen, jetzt musst du dich entscheiden. Bist du das stilsicher schwitzende Fashion Victim oder doch eher der luftig-leicht entspannte Waden-Vandale? Mehr können wir nicht für dich tun, die Entscheidung triffst du.